Das Toke

(ausgesprochen [ˈtoːkə] - Hinweise zur Aussprache)

Aussehen

Dieses kleine, possierliche Lebewesen ist in der Natur recht selten zu finden. Das ausgewachsene männliche Exemplar erreicht aufrecht gehend mitunter eine Größe von 176 cm und ein Gewicht von bis zu 70 kg. Mit fortschreitendem Alter nimmt die Dichte des braunen Fells auf dem Kopf stark ab. Das Toke tarnt sich häufig durch Anlegen von Kleidung, sodass bei Sichtung in freier Wildbahn kaum auf das tatsächliche Aussehen geschlossen werden kann.

Verbreitung und Lebensraum

Im Jahr 1970 wurde im Landkreis Celle das derzeit einzig bekannte Exemplar geboren. In seiner Kindheit und Jugend wurde das Toke in Lachendorf beobachtet. Viele Jahre später muss es einige Kilometer weiter in den Osten des Landkreises gewandert sein; man entdeckte das Toke in dem Dörfchen Eldingen, nicht weit von Lachendorf (und dem Rand der Erdscheibe) entfernt. Es fühlt sich in dünnbesiedelter, ungestörter Umgebung besonders wohl. Das Halten in großen Städten ist hier eher abträglich und scheint wenig artgerecht zu sein.

In seiner geräumigen, festen Steinbehausung findet das Toke Unterschlupf vor Wetter, bösem Zauber und fiesem Ungeziefer. Weiterhin nutzt es um seine Schlafhöhle herum ein kleines Revier für Garten- und Ackerbau.

Die natürlichen Feinde des Tokes sind Steinschläge, Verkehrsunfälle, übermäßige Arbeitsbelastung und Ungeziefer mit mehr als vier Beinen. Im Normalfall hat das Toke eine Lebenserwartung von ungefähr 80 Jahren.

Entwicklung

Das Toke lernte nach seiner Schulzeit den ehrenwerten Beruf des Geldverleihers, geriet in den Geldhäusern aber bereits während der Lehrzeit recht bald in die Fänge der dort wirkenden EDV-Schamanen. Bis zum Jahr 2010 konnte sich das Toke daraus nicht befreien, es widmete über 18 Jahre fast seine ganze berufliche Arbeitskraft der Lebenserhaltung des EDV-Teufelszeugs in mittlerweile dem dritten Geldinstitut. Anno 2010 wurden die Rufe des Tokes erhört, und es wechselte die Abteilung innerhalb des Geldinstituts mit dem großen roten S. Die folgenden Entzugserscheinungen, die hauptsächlich durch die Beschneidung der EDV-Berechtigungen hervorgerufen wurden, haben sich mittlerweile gelegt. Das Toke hat sich mit seiner Situation ("Du root, Toke nix") abgefunden.

Sozialverhalten

Hauptsächlich beschäftigt sich das in Eldingen beheimatete Toke mit seiner Familie, dem Ausbau seines Nestes und der Aufzucht seines Nachwuchses. An manchen Tagen versucht es auch im privaten Bereich, die schwarzen Künste des EDV-Teufelszeugs zu verfeinern. Weiterhin hört das Toke gern Musik und macht, wenn es die Zeit zulässt, auf wundersame Weise Abbilder seiner Umwelt mit Hilfe magischer Kästchen. Seit einiger Zeit ist das Toke wieder rückfällig geworden und hat sich (wie bereits vor ungefähr 20 Jahren) als Lego-Junkie zu erkennen gegeben. Desweiteren versucht das Toke, durch visuelle Aufnahme von Druckwerk ständig seinen Wissensdurst zu stillen und neue Meinungen und Ansichten kennenzulernen.

Lebensweise/Umgang mit dem Toke

Für dieses Kapitel s. den separaten Eintrag "Handbuch für das Toke".

Ernährung

Die Ernährung des Tokes scheint vom jeweiligen Aufenthaltsort und dem dortigen Nahrungsangebot abhängig zu sein. Das Toke kann aber ohne Zweifel als Allesfresser bezeichnet werden (ein nicht verbürgter Ausspruch seiner Familie soll folgender sein: "Wenn wir das Toke nicht hätten, müssten wir uns ein Schwein halten."). Sein umfangreicher Speiseplan beinhaltet beizeiten selbst zubereitete Gaumenfreuden. Weiterhin tauscht es gelegentlich Unmengen von Talern gegen Naschwerk und Leckereien.

© 2006 Toke Kallweit