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farbe:neun

Nach einigen Jahren der Existenz der Seltsamen Farben (seltsame-farben.de) erschien es mir sinnvoll, die Fotos in einem eigenen Projekt auszulagern. Die Seltsamen Farben sind eher ein Sammelsurium vieler Themen zum Lesen – ernsthaften, spaßigen, denk- und merkwürdigen Themen.

farbe:neun hingegen soll nun ausschließlich meine fotografischen Werke enthalten.

Die Fotografie ist bereits seit über 20 Jahren eines meiner (in diesem Fall leider teuren) Hobbys. Wie es die Natur vorsah, habe ich bis 2008 meine Fotos ausschließlich mit negativfilmbestückten Kameras aufgenommen. Die Fotos und Ausschnitte innerhalb der Seltsamen Farben sind vom Papierabzug dann wieder eingescannt und nachbearbeitet worden.

Im Mai 2008 habe ich mir aber endlich eine DSLR geleistet, und ich habe durchaus erkannt, dass auch die Digiknipsen ihre Vorteile haben, das Fotografieren mit ihnen Spaß machen kann und die Ergebnisse auch durchaus sehenswert sind. Und: Das lästige Einscannen von Papierabzügen entfällt endlich (zumal mein Scanner eigentlich auch nicht meinen Qualitätsansprüchen genügt – aber hier hat ausnahmsweise die Warnung "Achtung: Exzessives Kaufverhalten gefährdet ihre finanzielle Situation" Früchte getragen). Bei der Kamera habe ich dann aber doch zunächst ein wenig Vernunft walten lassen, und es ist noch nicht meine Wunschkamera (damals Canon EOS 5D) geworden. GEGEN die Wunschkamera sprachen nämlich selbst im besten Fall mindestens 2.500 EUR Gründe. Der wichtigste Grund FÜR die Kamera ("Will ich haben!") hatte als Gegenargument leider verloren. Knapp zwei Jahre lang versah somit eine gebrauchte EOS 300D ihre Dienste, und ich lernte nach und nach die Geheimnisse und Tricks der digitalen Fotografie kennen und verstehen.

2009 war es dann aber doch soweit: Das Teufelchen auf der linken Schulter flüsterte mir ständig ins Ohr: "Du weißt doch, dass seit einiger Zeit die Nachfolgerkamera EOS 5D Mark II auf dem Markt ist. DIE ist doch rattenscharf! Die brauchst du doch! Und: die WILLST du doch haben!" Engelchen (auf der rechten Schulter, üblicherweise auch nicht auf den Mund gefallen) muss wohl von Teufelchen bestochen worden sein: keine Widerworte, nur ein schnelles "Dann verkaufst du aber vorher wenigstens die 300D!". Da konnte ich einfach nicht "Nein" sagen (verdammter Sprachfehler!). Und so geschah es ... Das wird wahrscheinlich die letzte Kamera gewesen sein, die ich gekauft habe; sie wird mich sicherlich überleben, so wie auch meine analoge EOS 5 seit nunmehr knapp 20 Jahren ihre treuen Dienste versieht und mich ebenso überleben wird.

Außerdem bastele ich derzeit aus einem Bausatz eines Spielwarenherstellers eine Lochkamera aus Pappe. Demnächst sollen hier Fotos von der Bastelphase zu sehen sein, und anschließend Fotos, die ich mit der Lochkamera selbst zu fotografieren vorhabe. Für die Jüngeren: Ehrlich, so konnte man auch schon Anfang des 19. Jahrhunderts Fotos machen, ganz ohne Batterien und Speicherkarten.